25 Apr Den tatsächlichen Wert eines Bonus ohne Einzahlung berechnen: Umsatzbedingungen und Auszahlungsgrenzen im Beispielcherchen
Ein Bonus ohne Einzahlung lässt sich nicht allein anhand seines angegebenen Betrags bewerten. Für den möglichen Auszahlungswert sind vor allem drei Größen entscheidend: die Höhe des Bonus, der geforderte Umsatz und eine mögliche Auszahlungsgrenze. Wer diese Angaben gemeinsam betrachtet, kann Angebote anhand eines nachvollziehbaren Rechenmodells einordnen.
Welche Angaben in die Rechnung gehören
Der Bonusbetrag bildet den Ausgangspunkt. Eine Umsatzbedingung gibt an, wie oft dieser Betrag oder ein anderer festgelegter Wert umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Zusätzlich legen die Regeln fest, welche Spiele zum Umsatz beitragen und ob für den Bonus selbst eine Obergrenze bei der Auszahlung gilt.
Der Begriff bonus ohne einzahlung bezeichnet ein Angebot, bei dem ein Bonusbetrag ohne vorherige Einzahlung bereitgestellt wird. Für die Berechnung ist anschließend ausschlaggebend, auf welche Bezugsgröße sich der Umsatzfaktor bezieht. Ein Faktor von zehn kann sich auf den Bonus, auf Bonus und Einzahlung zusammen oder auf eine andere ausdrücklich genannte Grundlage beziehen.
Umsatzbedingungen in einen Betrag übersetzen
Bezieht sich der Umsatzfaktor direkt auf den Bonus, ergibt sich der erforderliche Spielumsatz durch Multiplikation. Bei einem Bonus von zehn Euro und einer Umsatzbedingung von zehnmal Bonus beträgt der Umsatz somit 100 Euro. Bei einer Bedingung von zwanzigmal Bonus wären es 200 Euro. Der Umsatz beschreibt dabei die Summe der Einsätze, nicht den Betrag, der zusätzlich eingezahlt werden muss.
Für eine erste Schätzung kann außerdem die theoretische Auszahlungsquote eines Spiels berücksichtigt werden. Bei einer Quote von 98 Prozent entspricht der rechnerische durchschnittliche Rückfluss auf 100 Euro Umsatz 98 Euro. Die Differenz von zwei Euro bildet den statistischen Erwartungswert des Spieleinsatzes über diesen Umsatz. In einem vereinfachten Modell mit zehn Euro Startguthaben und 100 Euro Umsatz ergibt sich daher ein rechnerischer Restbetrag von acht Euro.
Auszahlungsgrenzen richtig anwenden
Eine Höchstgrenze beschränkt den Betrag, der aus dem Bonus oder aus den damit erzielten Gewinnen ausgezahlt werden kann. Sie wirkt als Obergrenze, nicht als zusätzlicher Abzug. Liegt der rechnerische Restbetrag bei acht Euro und beträgt die festgelegte Auszahlungshöchstgrenze fünf Euro, ist der modellierte Auszahlungsbetrag auf fünf Euro begrenzt. Liegt die Grenze dagegen bei zwölf Euro, bleibt es bei den errechneten acht Euro.
Die allgemeine Kurzformel lautet: möglicher Auszahlungsbetrag gleich der kleinere Wert aus rechnerischem Restguthaben und Auszahlungshöchstgrenze. Für die Schätzung des Restguthabens kann man den Bonusbetrag um den erwarteten Spieleinsatzverlust vermindern. Dieser ergibt sich im vereinfachten Modell aus Umsatz mal Differenz zwischen 100 Prozent und der zugrunde gelegten Auszahlungsquote.
Rechenbeispiel mit mehreren Bedingungen
Angenommen, ein Angebot umfasst zehn Euro Bonus, einen zehnfachen Umsatz auf den Bonus, eine angenommene Auszahlungsquote von 98 Prozent und eine Auszahlungsgrenze von fünf Euro. Der erforderliche Umsatz beträgt 100 Euro. Die rechnerische Differenz bei einer Quote von 98 Prozent beträgt zwei Euro. Ausgehend vom Bonus verbleiben im vereinfachten Erwartungsmodell acht Euro; angewendet auf diesen Betrag begrenzt die Höchstgrenze die Auszahlung auf fünf Euro.
Das Ergebnis ist eine Orientierung anhand festgelegter Annahmen, keine Vorhersage eines konkreten Spielverlaufs. Tatsächliche Ergebnisse hängen von den einzelnen Spielrunden und den Regeln zur Umsatzanrechnung ab. Werden Einsätze auf bestimmte Spiele nur teilweise angerechnet, verändert sich der erforderliche Gesamtumsatz entsprechend. Eine strukturierte Gegenüberstellung der Bedingungen macht deshalb sichtbar, welche Faktoren den rechnerischen Wert am stärksten beeinflussen.
Angebote vergleichbar machen
Für einen sachlichen Vergleich sollten Bonusbetrag, Bezugsgröße des Umsatzfaktors, angerechnete Spiele, Auszahlungsgrenze und die geltende Frist jeweils separat notiert werden. Anschließend lassen sich die Umsatzanforder